Hermann Broch, 1886 in Wien geboren, 1951 im amerikanischen Exil gestorben, ist heute als Bahnbrecher einer neuen Romanform und als einer der hervorragenden Repräsentanten der deutschsprachigen Literatur in aller Welt anerkannt. Es versteht sich nahezu von selbst, daß seine österreichische (…)
Im Frühjahr 1930 erhielt der Rhein-Verlag ein dreibändiges Romanmanuskript nebst einem Begleitbrief des Autors, Hermann Broch, in dem es hieß, daß „Die Schlafwandler“ — das war der Titel des Romans — im gleichen Verlag erscheinen sollten, der auch den „Ulysses“ von James Joyce herausgebracht (…)
An der Schwelle des zwanzigsten Jahrhunderts formulierte Arno Holz: Man revolutioniert eine Kunst nur, indem man ihre Mittel revolutioniert, oder vielmehr, da ja auch die Mittel stets die gleichen bleiben, indem man ganz bescheiden ihre Handhabung revolutioniert. Im großen Zusammenhang der (…)
„Dem Wiener Volk ist der Deutsche, besonders der Norddeutsche seit jeher unbehaglich gewesen, und sich von ihm zu unterscheiden ... wäre wohl immer mit Zustimmung aufgenommen worden“, schrieb Hermann Broch in seinem großen Hofmannsthal-Essay. Broch war gebürtiger Wiener (wenn auch nicht dem hier (…)
Eine plötzliche Erkrankung hat Robert Neumann verhindert, die österreichische Buchwoche mit einem Vortrag über seinen Freund Hermann Broch zu eröffnen. Mit großer Freude drucken wir nachfolgend den Text, den Robert Neumann vorbereitet hatte, und wünschen bei dieser Gelegenheit dem (…)
Sorge um die Demokratie
Die Gesamtausgabe der Werke von Hermann Broch im Rhein-Verlag, Zürich, hatte mit den 1957 als Band VIII erschienenen „Briefen“ für abgeschlossen gegolten. Nun wird, von Wolfgang Rothe herausgegeben, unter dem Titel „Massenpsychologie“ noch ein neunter Band hinzukommen. Er enthält vier neu (…)
Aus unveröffentlichten Briefen von Hermann Broch
Die nachfolgenden Briefe bedürfen einer persönlichen Vorbemerkung, weil sie Dokumente einer persönlichen Freundschaft sind. Einige andere Briefe, die Hermann Broch an mich gerichtet hat, wurden um ihres allgemeinen und hauptsächlich literarischen Interesses willen in den Briefband der (…)
Für Sozialisierung der Wasserkräfte
Reprint, erstmals nach 70 Jahren, einer kulturgeschichtlichen Preziose von überraschender Aktualität. [(Der folgende Beitrag von Hermann Broch wurde dem Herausgeber seiner Werke, Paul Michael Lützeler, zur Verfügung gestellt; er hat davon keinen rechten Gebrauch gemacht, ist vielmehr mit einem (…)


