Wer sind Sie, verehrter und geneigter Leser? Sie sind das eine gerade nicht: verehrt. Und Sie sollen das andere nicht scheinen: geneigt. Heutzutage werden Sie als Ungeneigter genommen und als Unverehrter behandelt. Es wird Ihnen die Meinung gesagt. Sie werden beschimpft. Beschimpft als (…)
Lassalle und die Folgen
Von Ferdinand Lassalle ist in diesen Wochen viel gesprochen worden. Die deutsche Sozialdemokratie feiert diesen Mann, der einer der wenigen echten Tribunen der deutschen Geschichte war, geradezu in Permanenz. Die datenmäßigen Anlässe sind vorhanden. Schon voriges Jahr nahm Willi Eichler, einer (…)
In diesen Monaten hat sich die deutsche Öffentlichkeit der Tatsache erinnert, daß die Sozialdemokratische Partei hundert Jahre alt ist. Mitten in dieses Jubiläumsjahr fällt das Gedenken an den gesinnungsstarken, wortgewaltigen und noblen Mann August Bebel und all das, was er formend und führend (…)
Wir müssen offen sagen: Es steht nicht gut um Europa. Wo die Zusammenarbeit verstärkt werden müßte, herrscht Wirrwarr. Wo die Ziele weiter gesteckt werden müßten, herrscht Kleinmut. Die wirtschaftliche Einigung im Bereich der Sechs schreitet trotz allem voran. Sie entwickelt sich immer mehr zu (…)
Waldemar von Knoeringen, Humanist, Sozialist, Bayer aus altem Adel, wird in diesem Monat 60 Jahre alt. Mitglied des Parteivorstandes der SPD, ehemaliger Parteivorsitzender in Bayern, seinerzeit Architekt einer insbesondere kulturell bedeutsam gewesenen Koalitionsregierung in Bayern, Inspirator (…)
Leider kranken die Bundesdeutschen immer noch daran, daß sie den von den Nazis initiierten Verfolgungswahn gegenüber Juden und Kommunisten nicht von innen heraus überwunden haben. Bei vielen ist rational nicht erklärbarer Antikommunismus an Stelle antisemitischer Vorurteile getreten. Für solche (…)
I. Verteilungssozialismus Bei der Regierungsbildung 1969 war die SPD mit dem Versprechen angetreten, auf dem Wege zum Sozialstaat den entscheidenden Durchbruch zu schaffen. Auf der Basis des wirtschaftspolitischen Konzepts von Karl Schiller, das stetiges Wachstum verhieß, sollte eine Reihe (…)
Als sich der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) in Theorie und Praxis immer weiter von der SPD entfernte, gründete die Partei einen neuen Hochschulverband. Sie wurde bald durch die Entwicklung dieses Sozialdemokratischen Hochschulbundes (SHB) enttäuscht. Es bildete sich ein Bündnis (…)
1 Langzeitprogramm und Godesberg Pragmatismus als Prinzip ist bestenfalls eine Selbsttäuschung, deren ideologische Prämissen leider erst nach Jahren sichtbar werden, wenn deutlich wird, daß die Wertungen, von denen solcher Pragmatismus unbewußt ausging, keineswegs so selbstverständlich sind, (…)
Jochen Steffen, Landesvorsitzender der SPD in Schleswig-Holstein, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, war stellvertretender Vorsitzender der LZPK (Langzeitprogrammkommission) der SPD, deren Arbeitsresultat er hier dennoch scharf kritisiert. 1 Entstehung und Schwerpunkte des LZP Noch keine (…)
Sozialdemokratie und Imperialismus
Das Schlagwort vom „Sozialimperialismus“ ist jetzt in Mode gekommen, vor allem durch den ausgiebigen Gebrauch‚ den die chinesische Propaganda der Sowjetunion gegenüber davon macht. Ähnlich geht es mit den Stichworten „Führerverrat“ und „Arbeiteraristokratie“; konkrete Untersuchungen, was das (…)
Die Untersuchung der Wahrheit kam von den Priestern weg, und Politici legten sich beyzeiten darauf. Jakob Brucker 1731 Obschon die Wissenschaft als Ganzes Unfug ist, ist sie lehrreich. Gottfried Benn Ein Philosophendach für die Schmidt-SPD Bis 1933 müssen in der deutschen Sozialdemokratie (…)
Die wirtschaftliche Lage der BRD ist weiterhin labil, die politische scheint zunehmend labiler zu werden. Je länger ein labiles Gleichgewicht dauert, um so spannender wird es: Übergang zur Stabilität oder ein Ende mit Schrecken? Man will die westdeutsche Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt stärken, (…)
Reprisentheater Wenn sich im Schachspiel die Stellung mehrmals wiederholt, ist die Partie zu Ende. Die Figuren der westdeutschen Politik ziehen immer wieder über dieselben Felder. Kein königliches Spiel, vielmehr ein Roulett, bei dem ständig die gleichen Zahlen kommen. Oder auch ein (…)
Joachim Steffen, jahrzehntelang Vorsitzender der schleswig-holsteinischen SPD und linkes Paradepferd im Parteivorstand, hat seiner Partei kurz vor ihrem letzten Parteitag den Rücken gekehrt. In der Austrittserklärung in Form eines Briefes an seinen Nachfolger Günther Jansen (erschienen in der (…)
Liebe Genossinnen und Genossen, wir stehen an der Bahre des alten Sozialismus. Tut mir leid, wenn Ihr es nicht merkt. Nachruf: Sozialismus ist die Fortsetzung des Kapitalismus mit anderen Mitteln, die die gleichen sind. Argumentationsbruchstücke folgen. 1. Verdammte Ähnlichkeit mit dem (…)
Die SPD nach Godesberg hat einen höheren Bedarf an Reflexion und Identitätsbestimmung . ... Der Abschied von einer Weltanschauung als festem Parteigerüst bedeutete Verzicht auf nicht zu hinterfragende Gewißheiten. Einige haben damals Angst gehabt, soviel hinter sich lassen zu sollen. Die moderne (…)
ln Budapest zur Jahreswende las Willy Brandt, Vorsitzender der nach ihm benannten Kommission für Entwicklungshilfe, den Russen die Leviten in Sachen Entwicklungspolitik. Er tat’s auf seine Weise, behutsam und ein bissel umständlich, aber wahrhaft deutlich. Aus seinem Vortrag vor der Ungarischen (…)
Die Chaplin-Szenen der Stummfilmzeit geistern durch unsere Köpfe: Da versucht einer, eine Holzhütte im Sturm zu halten, eine Wand scheint eingedrückt, an einer Dachstelle kommt der Regen durch — und immer, wenn etwas in Balance gebracht ist, wird es im nächsten Augenblick wieder beschädigt. (…)
Sieg des Methodenmangels
Kommunismus und lange Sicht {Der Bruderkampf zwischen KPD und SPD} In gewissem Sinne ist es prinzipiell verständlich, daß die KPD zur besiegten Partei werden mußte. Die S.P.D. hatte eine Theorie der Taktik: in jedem gegebenen Augenblick die möglichste Erträglichkeit des (…)
Über einen Versuch, die Sozialfaschismusthese zu retten und gegen ihre Urheber zu wenden. Es gibt Menschen, die sich im Deutschland des Jahres 2003 empört in eine anklägerische Pose werfen, ihren Austritt aus der Sozialdemokratie erklären und laut „Verrat“ schreien. Und es gibt immer noch (…)
Die SPD und ihre Anhänger sehen in Martin Schulz den großen Hoffnungsträger. Doch die Änderungen der Agenda 2010, die der Kanzlerkandidat fordert, dienen lediglich der Bewahrung des Leistungsprinzips. Martin Schulz muss zurzeit nicht viel tun, um die Menschen zu begeistern. Seit der von seinem (…)
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