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- Foto: Von Georg Fayer (1892–1950) - Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek,Inv.-Nr. Pf 6505 C(3)https://onb.digital/result/BAG_8026867, Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=11594084
Geboren am: 11. Oktober 1881
Gestorben am: 19. April 1973
Das Recht ist ein System von Normen; und Normen sind der Sinn von Willensakten, die auf das Verhalten anderer gerichtet sind. Diese Willensakte sind Willensakte von Menschen oder von übermenschlichen Wesen wie die Willensakte Gottes oder — wie im Falle des sogenannten Naturrechts — der Natur. (…)
Über obiges Thema sprach im Frühling dieses Jahres der Schöpfer unserer Verfassungsurkunde vor jungen Wiener Akademikern. FORVM freut sich über die Bereitwilligkeit des Altmeisters der österreichischen Jurisprudenz, die Druckbewilligung zu erteilen. Prof. Kelsen hat, nach Berkeley zurückgekehrt, (…)
Die Anwendung der logischen Regel der Schlußfolgerung auf Forderungssätze erfolgt demnach nach Dubislav nach dem folgenden Grundsatz: „Ein Forderungssatz F heißt im weiteren Sinne ableitbar aus einem Forderungssatz E, wenn der zu F gehörende Behauptungssatz wenigstens aus dem zu E gehörenden (…)
Nochmals: Recht und Logik
In der Oktober- und November-Nummer des FORVM 1965 habe ich unter dem Titel „Recht und Logik“ die Frage erörtert, ob der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch und die Regel der Schlußfolgerung auf Rechtsnormen anwendbar sind, und die Frage verneint. In Ergänzung dieser Abhandlung möchte ich auf (…)
In Fortsetzung der Aufsätze von Hans Kelsen, „Recht und Logik“, FORVM‚ Oktober sowie November 1965, ferner der darauf bezüglichen Kritik von Robert Walter, „Logik und Recht“, in dem Symposion zu Kelsens 85. Geburtstag, Neues FORVM‚ Oktober 1966, freuen wir uns über den nachfolgenden wegweisenden (…)
Als die Wiener Universität am 18. September 1961 die Würde eines Ehrendoktors an Hans Kelsen verlieh, dankte dieser mit den Worten: „In dieser Stunde wurde vieles wieder gutgemacht, was mich lange Zeit überaus geschmerzt hat.“ Vieles, aber nicht alles. Ein kleines Stück weiterer Wiedergutmachung (…)
Hans Kelsen ist in Österreich vor allem als Rechtsgelehrter und Rechtsphilosoph bekannt geworden. Seine Beiträge zur Ideologiekritik sind mitunter selbst jenen nicht oder nur unzureichend vertraut, welche im übrigen sein Werk kennen und schätzen. Das ist kein Zufall, denn der größte Teil seiner (…)
Viele Rechtsgelehrte, Rechtskundige, Diplomaten und Staatsmänner nennen Hans Kelsen den größten Juristen der Gegenwart, bezeichnen ihn als einen der prägenden Rechtsdenker der Geschichte. Manche bestreiten dies leidenschaftlich, und andere schweigen; diese und jene scheuen sich aber nicht, (…)
Jede Würdigung des großen Rechtsgelehrten und Ideologiekritikers Hans Kelsen, die seine in den frühen Zwanzigerjahren — inmitten der Problematik des neugeschaffenen Deutsch-Österreich — entstandenen Beiträge zur Theorie und Praxis des Sozialismus außer acht ließe, müßte sich den Vorwurf der (…)
Im Sommer 1962 hielt sich Hans Kelsen, der das 81. Lebensjahr vollendet hat, lange in Österreich auf. Das Institut für Politische Wissenschaften des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften, Salzburg, und der österreichische Bundesminister für Justiz, Dr. Christian (…)
Die „Reine Rechtslehre“, nach der Psychoanalyse Sigmund Freuds wohl die originellste und am weitesten in die Welt ausstrahlende schöpferische und systematische Leistung eines Österreichers dieses Jahrhunderts, ist im Heimatland ihres Begründers heute eine viel zu wenig bekannte Theorie. Über (…)
Eigentümlicherweise ist in der heute immer reicheren staats- und rechtswissenschaftlichen Literatur der westlichen Welt kaum ein Beitrag zu finden, der sich ernsthaft mit der Marx’schen Prophetie vom Absterben des Staates auseinandersetzt. Die klassische Staatswissenschaft ist daran fast achtlos (…)
Soziologie für oder gegen die Gesellschaft?
Im Methodenstreit der deutschen Soziologie werden die Dialektiker von den Positivisten einer irrationalen Haltung bezichtigt, welche durch das Festhalten an Doktrinen aus der alten Metaphysik die rationalen Verfahrensweisen der exakten Wissenschaft verwässere und damit den Fortschritt der (…)
Gerade die im ersten Teil des Artikels präsentierte Vorgeschichte des portugiesischen Estado Novo und des Austrofaschismus ermöglicht es, eine ganze Reihe von Ähnlichkeiten in der nur unwesentlich zeitlich verschobenen Formierung dieser beiden Regime aufzuzeigen. Ähnlichkeiten etwa darin, (…)


