Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB)
Beiträge
FORVM, No. 98

Wirtschaft bricht Verfassung

Februar
1962

FORVM diskutiert mit gemessener Ausdauer die sich verschiebenden Relationen von Staat und Wirtschaft (Hans Lauda/Anton Schopf: Wirtschaft auf der Waage, Heft VI/61; Hans Igler: Der Staat als Unternehmer, Heft VI/67-68; Gustav Kapsreiter: Industrie und Politik, Heft VII/73; Rainer Leignitz: Ein (…)

FORVM, No. 103/104

Pyrrhus als Sozialpolitiker

Juli
1962

Die Grundsatzdebatte über den Staatshaushalt, die vom weithin angesehenen oberösterreichischen Industriellen Gustav Kapsreiter in unserem vorigen Jahrgang vom Zaun gebrochen wurde („Der Mythos vom Budget“, FORVM VIII/89), hatte junge sozialistische Nationalökonomen auf den Plan gerufen, denen (…)

FORVM, No. 146

Oktoberputsch

Februar
1966

Aus dem stenographischen Protokoll des Nationalrates, 31. Sitzung, VI. Gesetzgebungsperiode (1949-1953), S. 1128 ff. In allen von den Russen besetzten Ländern war das, was die Kommunisten „Volksdemokratie“ nennen, im Jahre 1949 bereits hergestellt, allein in Österreich hatten vor allem die (…)

FORVM, No. 150-151

Für unbehinderte Kritik

Juni
1966

Aus Anlaß des 20jährigen Bestehens der Sektion Journalisten überbringe ich die Glückwünsche des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Die Journalistensektion zählt unter den rund 1,5 Millionen Mitgliedern des ÖGB zu den zahlenmäßig kleinen Gruppen; doch kommt ihr schon deshalb besondere (…)

FORVM, No. 183/I

Olah in uns

März
1969

Der Prozeß gegen Franz Olah wird zu einem Schlüsselprozeß der Zweiten Republik. Aus einem Strafverfahren gegen einen gestürzten Spitzenpolitiker wird eine Untersuchung der Sitten und Unsitten der österreichischen Demokratie. Wichtiger als die Frage, ob Olah im Sinne des Strafgesetzes schuldig (…)

FORVM, No. 184/I

Konsequenzen aus Olah

Gespräch
April
1969

Vorhofer: Warum haben Sie alles mitgemacht? Hillegeist: Ich habe ja angekämpft, aber zu wenig erfolgreich. Ich hatte ein bestimmtes Ressort, die Sozialversicherung. In diesem Bereich wollte ich federführend sein, aber Olah hat das alles brüsk verhindert. Vorhofer: Wie hat er das gemacht? (…)

FORVM, No. 200/201

Der unaufhaltsame Aufstieg des Kurt Falk

August
1970

Die demokratische Republik Österreich ist das Land der Pressefreiheit und der Pressebeschlagnahmen. Daher erscheint der nachfolgende Artikel in einem Sonderheft unserer Zeitschrift. Er ist das Ergebnis mühsamer Recherchen bei rund zwei Dutzend Personen, die’s wissen müssen. In diesem Sinn ist er (…)

FORVM, No. 230/231

Mitarbeit als Strategie

Auszüge aus dem Entwurf „Grundsätze der Politik“
März
1973

5/2/1. Längst sind die materiellen Bedingungen für eine soziaiistische Organisation der Gesellschaft in den kapitalistischen Staaten Westeuropas herangereift. Durch die überholte kapitalistische Produktionsweise wird die Entwicklung der Produktivkräfte in einem noch nie dagewesenen Ausmaß (…)

FORVM, No. 249/250

Die kastrierte Gewerkschaft

Ein Lehrstück für Arbeiter und Unternehmer
September
1974

Der Hukla-Konzern ist ein kleiner Multi mit Möbelfabriken in Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Japan. Der Hauptbetrieb in Baden-Württemberg hat 4.000 Arbeiter, die österreichische Filiale rund hundert. Die Struktur: von den hundert Arbeitern sind alle Gewerkschaftsmitglieder, vier (…)

FORVM, No. 261

Frischluft nur für den Computer?

Wie die Gewerkschaft die Maschinen zähmt
September
1975

Alfred Dallinger ist Vorsitzender der mitgliederstärksten Gewerkschaft im Österreichischen Gewerkschaftsbund, jener der Privatangestellten. Er hat dort auf eine Weise, die in der internationalen Gewerkschaftsbewegung vielfach zum Vorbild wurde, die Einrichtung einer eigenen Abteilung für (…)

FORVM, No. 267

Das Lohnkorsett

Wie die Sozialpartnerschaft nach 1945 in Österreich installiert wurde
März
1976

Den Wiederaufbau haben die Arbeiter bezahlt — durch Mehrarbeit und Lohnverzicht. Hans Prader erklärt, wie es der Gewerkschaft gelang, die Arbeiter an die Kandare zu nehmen. Die Arbeit erscheint in erweiterter Form demnächst unter dem Titel „Die Angst der Gewerkschaft vorm Klassenkampf“ als (…)

FORVM, No. 277/278

Phantasie an die Macht!

Gewerkschaften und Studenten gemeinsam
Januar
1977

Gewerkschaften sind bis heute zu einem Gutteil jene „instinktive Arbeiterbewegung“, als welche Marx sie kennzeichnete. Nur selten blicken sie über die eigene Nasenspitze oder die ihres „Sozialpartners“. Unterdessen greift aber die gewerkschaftliche Organisationsform auf umfangreiche, rapide (…)

FORVM, No. 284/285

Stolpern übers Atom

SPÖ im Dilemma
August
1977

Wir könnten in Österreich mit der Kernkraft ruhig noch eine ganze Zeit lang zuwarten und uns anders behelfen. Ob wir die zwei im „Energieplan“ vorgesehenen Kernkraftwerke haben oder nicht, ist eigentlich egal; ihr Anteil an der Versorgung kann, weil er so gering ist, jedenfalls irgendwie ersetzt (…)

FORVM, No. 286

Kein Putsch

Legendenkehraus zum Oktoberstreik 1950
Oktober
1977

Manche historischen Prozesse verdeutlichen anschaulicher als jede theoretische Erläuterung die Schwierigkeiten der positivistischen Forderung nach „objektiver‘‘ Geschichtsbetrachtung. Sie soll sich ausschließlich an den konkreten historischen Fakten orientieren, wird aber gerade dadurch dem (…)

FORVM, No. 286

Gott erhalte, Gott beschütze*

Oktober
1977

Daß ein Text erscheint, der mit wissenschaftlicher Fundierung den offiziellen Geschichtsmythos vom KP-Putsch 1950 zerstört, geschieht in Erfüllung jener typischen Funktion des NEUEN FORVM, Gegeninformation unter die Leute zu bringen und sozialistischen Pluralismus zu beweisen. Hingegen stimme (…)

FORVM, No. 288

Klassenkampf mit Beton

Mitbestimmung beim Bürobau
Dezember
1977

Wenn Gewerkschaften die Humanisierung der Arbeit verlangen, dann heißt das: Gesundheitliche Schäden sollen vermieden, ein Höchstmaß an Wohlbefinden ermöglicht werden. Jedem soll sich die Chance kreativer Tätigkeit eröffnen; er soll sich mit der Arbeit identifizieren und in ihr persönliche (…)

FORVM, No. 321/322
Alfred Dallinger

Der ÖGB ist einmalig

Gespräch des Gewerkschaftsbund-Vizepräsidenten mit Günther Nenning
September
1980

NENNING: Draußen in der Wirklichkeit wird die Angestelltenklasse immer stärker, die Arbeiterklasse schrumpft. Das spiegelt sich nicht so ganz im Innern der gewerkschaftlichen Apparatur ... DALLINGER: In den Mitgliederzahlen schon. Nehmen wir die fünf größten Gewerkschaften. Die (…)

FORVM, No. 339-341

Sozialpartnerstreit

Dallinger & Sallinger im Clinch
Mai
1982

Dallinger: Wo bleibt die Basis? In der Diskussion zu seinem Referat beim Otto-Bauer-Symposium erklärte Alfred Dallinger genauer, wie er die Vorzüge und Nachteile der Sozialpartnerschaft sieht und bewies dabei eine ın Österreich seltene ideologische Ziwilcourage: Man weiß ja, daß es schwer (…)

FORVM, No. 352/353

Job statt Killer

April
1983

A.D., österreichischer Bundesminister für Soziale Verwaltung und Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, der größten Einzelgewerkschaft im ÖGB, hielt das nachfolgende Referat im März vor dem Rationalisierungskuratorium der deutschen Wirtschaft in Frankfurt. Prüfen wir die Vision (…)

MOZ, Nummer 40

Wahnsinniger Linker, der er nicht war

April
1989

Selten zuvor hat das Ableben eines Politikers so viel Betroffenheit ausgelöst. Politiker aller Couleurs und die Medien waren sich einig: Österreich hat mit Alfred Dallinger einen seiner profiliertesten Sozialpolitiker verloren. In allen Nachrufen wurden ihm Bewunderungen zuteil, von denen er (…)

MOZ, Nummer 41
Industrieansiedlungspolitik im ungarisch-burgenländischen Grenzgebiet:

Wilder Westen in der Puszta

Mai
1989

Der letzte Schrei in der österreichischen Industrieansiedlungspolitik heißt „Maquiladora“. Nach mexikanisch-US-amerikanischem Vorbild sollen ausländische Konzerne ins österreichisch-ungarische Grenzland gelockt werden. Der Prototyp einer zwischenstaatlichen Betriebsansiedlung, wie sie seit (…)

MOZ, Nummer 56
Oktoberstreik 1950

Der Putsch, der keiner war

Oktober
1990

4. Oktober 1950, Straßenbahnremise Gudrunstraße, 10. Wiener Gemeindebezirk: Keine Straßenbahn kann den Bahnhof verlassen. Junge Arbeiter halten den Bahnhof besetzt und hindern die Züge an der Ausfahrt. Viele Straßenverbindungen in Wien und Niederösterreich sind an diesem Morgen von Barrikaden (…)

MOZ, Nummer 56
Arbeiterkammerdiskussion:

Umerziehung der Viererbande?

November
1990

Aus dem Rechberger-Skandal wurde eine Diskussion um die Arbeiterkammern im speziellen, um den österreichischen Kammernstaat im allgemeinen. Kommt das Ende der Sozialpartnerschaft? Sommer 1990: Alois Rechberger ist der unumstrittene Negativ-Star der Republik. Doch anders als bei anderen (…)

FORVM, No. 487-492

Träumen nach vorn!

Dezember
1994

Die nachstehende Rede* wurde in den österreichischen Medien nicht oder lustvoll verdreht reportiert, z.B. als hätte H. S. seinen »ersten Schritt zu wertschöpfungsbezogenen Abgaben« im Ausmaß von 1,2 Milliarden Schilling zwecks Budget-Sanierung vorgeschlagen — eine Entlastung von nur einem (…)

Context XXI, Heft 7-8/2000

Es war ein Putschversuch!

Für ein Umschreiben der Geschichte des Jahres 1950
Dezember
2000

Die Rückblicker auf den „Putschversuch“ 1950, ob aus dem bürgerlichen Lager oder von der KPÖ, gehen von einem falschen Gegensatz aus. Entweder sei es bloß um den Lohn gegangen, wie die KPÖ und an den Fakten orientierte Historiker berichten – … Die KPÖ plakatierte eine „Erklärung von (…)

radiX, Texte

Debatte über Gewerkschaften Rassismus und Klassengesellschaft

 
2001

Nach dem Äußerungen von ÖGB-Chef Verzetnitsch über die EU-Osterweiterung stellte die ÖKOLI ihre Aussendung darüber in den Widerstandsmund, woraus sich eine kleine, aber interessante Debatte über Gewerkschaften, Arbeiterbewegung und Rassismus entwickelte: Widerstandsmund, 31. Dezember 2000 FPÖ (…)

Streifzüge, Heft 1/2003

Schiefe Ebenen

Gedanken zur Globalisierungskritik
März
2003

Jede kritische Bewegung hat ihre Abgleitflächen. Die Globalisierungskritik in Form von ATTAC scheint sich allerdings auf einer ganz besonders schiefen Ebene zu befinden. Wo andere erst nach Jahren schrittweiser Anpassung und Korruption kläglich enden, dort will ATTAC erst einmal hoffnungsfroh (…)

Grundrisse, Nummer 7

Soziale Bewegungen in Österreich. Die fordistische Ordnung

September
2003

Dieser Text ist Teil eines umfangreichen Projekts zur Geschichte der sozialen Bewegungen in Österreich. Wir werden in den nächsten Ausgaben der grundrisse laufend einzelne Anschnitte daraus veröffentlichen. Die nach dem Sieg der Bolschewiki in der russischen Oktoberrevolution 1917 ausgelöste (…)

Grundrisse, Nummer 7

Ausländer/innenbeschäftigungspolitik und Migration

Zur Rolle des österreichischen Gewerkschaftsbundes und zur Bedeutung von Migration aus Weltsystemperspektive
September
2003

Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die politischen Auseinandersetzungen, die Anfang der 1960er Jahre am Beginn der Ausländerbeschäftigung in Österreich standen. Daran anschließend werden beispielhaft Bestimmungselemente der gewerkschaftlichen Haltung zur Ausländerbeschäftigung (…)

Grundrisse, Texte außerhalb der Grundrisse

Die Eindrittel-Gewerkschaft m.b.H.

Mai
2004

Rezension von: Alfred Artmäuer, Manfred Bauer, Julius Böheimer: Ohne jede Chance. Der Fall Semperit, Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, Wien 2003. Das Buch, so der Klappentext, erhebt den Anspruch, nicht nur die Unternehmensgeschichte mit Konzentration „auf die Ereignisse rund um (…)

Grundrisse, Texte außerhalb der Grundrisse
Männer in Öl, oder:

Ein solidarisch-kritischer Rückblick auf das 2. ASF in Linz

Juni
2004

Das 2. Austrian Socialforum (ASF) fand vom 3.-5. Juni 2004 in der Stahlstadt Linz statt. Auf allen Ebenen unterschied es sich mehr oder weniger stark von der „Premiere“ im Vorjahr in Hallein (Salzburg); im Guten wie im Schlechten … Die Zusammenfassung vorab: die Veranstaltungen waren durchwegs (…)

Streifzüge, Heft 37
2000 Zeichen abwärts

„Marx plus Markt ist Murks“

Juni
2006

Die Wogen der BAWAG-Affäre schlugen hoch und noch immer ist nicht abzusehen, ob sie sich zu einem weiteren Tsunami auftürmen werden. Dubiose Verwicklungen der Gewerkschaft in Bankmissgeschäfte ließen dunkle Wolken aufziehen und viele standen ratlos im Regen. Ein Abfluss an Spareinlagen (…)

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