Wien
Beiträge
FORVM, No. 57

Wien, stadtgeplant

September
1958

Architekt Dr. Roland Rainer, Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste, hat sein Amt als Stadtplaner mit besonderen Vollmachten angetreten. Die Stadt Wien beauftragte ihn nicht nur mit einem Generalplan für die Zukunft, sondern unterstellte ihm auch alle ihre gegenwärtigen (…)

FORVM, No. 73

Neue Musik und Wien

Januar
1960

Elisabeth-Charlotte von Martiny gewidmet Vor einiger Zeit hat Ernst Krenek im FORVM einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er auf eine Anzahl junger Wiener Komponisten der seriellen Schule hinwies, die, obwohl sie hinter den mit gleicher Tendenz in Deutschland, Frankreich und Italien Arbeitenden (…)

FORVM, No. 74

Neue Musik und Wien (II)

Februar
1960

Als Wiener hat Schönberg an einem Medium teil, mit dem man ihn kaum zusammen denkt und das ihm selbst sicherlich nicht gegenwärtig war. Es ist das der österreichischen Volksmusik und derjenigen Komponisten, die von ihr unreflektiert gespeist waren. Nichts widerlegt das in jedem Betracht törichte (…)

FORVM, No. 96

Der Herr Qualtinger

Dezember
1961

hat in der österreichischen Öffentlichkeit einen Sturm von noch nicht dagewesener Dimension und Dauer hervorgerufen, indem er auf den Fernsehschirmen als „Der Herr Karl“ erschien und dem österreichischen Menschen, insonderheit dem wienerischen, einen Zerr-, Rück- und Hohlspiegel vorhielt, darin (…)

FORVM, No. 100

Emigration der Musen?

Unmutsäußerungen eines Galerieleiters
April
1962

Monsignore Otto Mauer, Kunsttheoretiker von Rang und als einer der führenden Köpfe des österreichischen Katholizismus langjähriger Mitarbeiter des FORVM, beschäftigt sich im folgenden mit der Situation der modernen Kunst unseres Landes. Sein pessimistisches Resumé hat umso mehr Gewicht, als er (…)

FORVM, No. 103/104

Ins Leere gesprochen

Juli
1962

Im kommenden Herbst wird das Österreichische Fernsehen eine Sendung über die baulichen Leistungen des großen Architekten Adolf Loos ausstrahlen. Oskar Kokoschka hat für diese Sendung einen Vorspruch geschrieben, den wir hier mit freundlicher Genehmigung des Künstlers zum Abdruck bringen. Die (…)

FORVM, No. 103/104

Was in Wien nicht gebaut wurde

Unausgeführte Entwürfe
Juli
1962

FORVM, No. 119

Wie unsere Jugend haust

November
1963

Eine Befragung von 2500 jung verheirateten Paaren durch den Verein „Gut Haushalten“ zeigte klipp und klar, daß jenes Problem, welches die jungen Menschen von heute bedrückt, ja an den Rand der Verzweiflung treibt, das Wohnungsproblem ist. Die Beschaffung und Einrichtung einer Wohnung ist eine (…)

FORVM, No. 125

Bevor die Welt in Scherben ging

Die Bühne Österreichs um die Jahrhundertwende
Mai
1964

Auch in Wien besinnt man sich nun, wie allerorten, auf den „Anbruch unseres Jahrhunderts“; die im Mai beginnenden Wiener Festwochen stehen unter diesem Motto und versprechen einen Blick auf „Kunst und Kultur um 1900“. Mag die emsige Beschäftigung mit der Jahrhundertwende anderswo eine Reaktion (…)

FORVM, No. 130

Wir brauchen Qualität

Oktober
1964

Am 25. Oktober finden in Wien Gemeinderats- bzw. Landtagswahlen statt. FORVM bat aus diesem Anlaß zwei prominente Vertreter ihres Faches, zu einem wichtigen kommunalpolitischen Thema Stellung zu nehmen. Wer die Frage beantworten will, was — im Hinblick auf das Bauen — aus Wien wirklich werden (…)

FORVM, No. 133

Was Wien zur Weltstadt fehlt

Januar
1965

Dr. Heinrich Drimmel, zweitens langjähriger Unterrichtsminister, erstens noch längerjähriger FORVM-Mitarbeiter, ist zur neuen Würde eines Vizebürgermeisters von Wien aufgerückt. In unsere gelassene Freude, daß aus FORVM-Mitarbeitern eben immer etwas wird, mischt sich insofern ein Element der (…)

FORVM, No. 136

Wohnberge

Eine neue städtische Bebauungsform
April
1965

Diese pseudostädtischen Riesen-Bienenkörbe könnten zu nichts anderem führen als zur gesellschaftlichen Inzucht innerhalb jedes einzelnen „Wohnberges“ und würden den urbanen Zusammenhang Wiens mit Sicherheit zerstören. Dr. Helmut Junker in „der aufbau“, 1/2, 1965 Der Karl Marx-Hof, die (…)

FORVM, No. 138-139

Die Flaktürme — Podeste für das zukünftige Wien

Juni
1965

Die mittelalterliche Stadt Wien schuf sich mit St. Stephan ihre Mitte und mit dem Stephansturm ihre weithin sichtbare, auch heute noch wirksame Dominante. Die barocke Stadt sprengte zum erstenmal die Umgürtung der Festungsmauer und griff mit großzügigen Raum-Achsen horizontal in die umliegende (…)

FORVM, No. 140-141

Amtshandlung gegen einen Unsterblichen

August
1965

Der Kommissarius nächst dem Westbahnhof, Anselmus Bonifazius Christophorus Linckerhandt, auch von seinen „Spezis“, das ist Duzfreunden, spaßhaft in sprachlichem Anklang an Abe Lincoln ABC Linckhorn geheißen, saß im Polizeisekretariat, an den Polsterstuhl den anmaßend gewölbten Hinterleib (…)

FORVM, No. 142

Amtshandlung gegen einen Unsterblichen

(II.)
Oktober
1965

Und die Klingel schrillte nach dem Sekretarius, der das Aufzusetzende einzusetzen hatte. Aber dieser kam nicht, sondern es erschien statt seiner ein junges Mädchen, das sonst die Bedienung versorgte, in der für niedrige Dienste im Amt auch tauglichen Tracht, die aber nicht geeignet erscheint, (…)

FORVM, No. 146

Blätter der Erinnerung

Februar
1966

Die Wildgänse Zu einer gewissen Zeit brachten es die Umstände mit sich, daß ich fast jeden Sonntag nachts, gegen zehn Uhr etwa, über den Heldenplatz zu gehen hatte; und zwar kam ich von meinem Vater aus der Josefstadt und war auf dem Wege zu meiner Mutter, bei der ich in der Innern Stadt (…)

FORVM, No. 148-149
Landschaft der Kindheit

Auf der Gassen ...

April
1966

Wien VII. Westbahnstraße 3, 3. Stock, Tür 11: Zimmer, Küche, Kabinett — da wohnten vor dem Ersten Weltkrieg mein Vater, meine Mutter, deren alte Mutter, unser Dienstmädchen Anna Waldbrühl und ich, das Kind. Anna ging noch vor 1920 von uns weg, zurück in ihren Heimatort Klein-Neusiedl, dort lebt (…)

FORVM, No. 157

Aufruf zur Genauigkeit

Kritik zu dem Projekt „Wien jenseits der Donau“ von Friedrich Kurrent und Johannes Spalt
Januar
1967

Es ist ist erfreulich, daß das Neue FORVM gelegentlich auch Fragen der Architektur, ja sogar der Planung zur Diskussion stellt. Nur so kann nämlich die Veröffentlichung des Artikels „Wien jenseits der Donau“ von Kurrent und Spalt verstanden werden. Vor allem ist anzumerken, daß die Autoren mit (…)

FORVM, No. 158

Die Auflösung des Karls-„Platzes“

Anmerkungen zu einem Entwurf von Bernhard Leitner, Friedrich Schindegger und Herbert Purschke
Februar
1967

Das Vorurteil is’ eine Mauer, von dei sich noch alle Köpf’, die gegen sie ang’rennt sind, als blutige Köpf’ zurückgezogen haben. (Nestroy: „Der Talisman“) „Der Karlsplatz ist wohl der bedeutsamste Kulturplatz von Wien.“ Diese bedeutsame Feststellung war kürzlich in einer Wiener Tageszeitung zu (…)

FORVM, No. 174-175

Das neue Wiener Programm der SPÖ

Juni
1968

Nach den Worten des Bürgermeisters Marek hat das FORVM ein neues Programm für die Wiener SPÖ zusammengestellt: § 1. Die SPÖ ist eine wienerische, keine politische Partei. § 2. Blasmusik hat Vorrang. § 3. Der Standpunkt der Sozialisten ist vormittags ausreichend dargelegt worden. § (…)

FORVM, No. 174-175

Worte des Bürgermeisters Marek

Interview im Österreichischen Rundfunk, 1. Mai 1968, wörtliche Mitschrift
Juni
1968

Dr. Bock: Guten Abend, Herr Bürgermeister! Herr Bürgermeister, wir hätten Sie gebeten um eine Stellungnahme zu den heute nachmittag stattgefundenen Demonstrationen, ungefähr um 15 Uhr vor dem Wiener Rathaus, wo Sie dann selbst ja auch das Wort ergriffen haben. Bürgermeister Marek: Nicht (…)

FORVM, No. 219

Kann der Kapitalismus planen?

Am Beispiel der Wiener Kommunalwirtschaft
März
1972

I. Lueger kontra Großbourgeoisie Die Kommunalisierung wirtschaftlicher Schlüsselbereiche ereignete sich in Österreich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter konservativer bürgerlicher Herrschaft (Lueger), zu einer Zeit, als „anderwärts solche Maßnahmen noch als gefährliche (…)

FORVM, No. 232

briefmarkengrößen

aus österreichs kulturleben
April
1973

als ich anfang 1969 in warschau eingeladen war und bei dieser gelegenheit mit einer gruppe polnischer studenten diskutierte, wurde ich gefragt, wie ich mich denn als österreicher in deutschland fühle. es ist eine frage, die einem exilösterreicher — wenn ich mich so nennen soll — immer wieder (…)

FORVM, No. 237/238

Arbeiterbezirk Wien 10

Das Kapital ergreift Boden und Häuser*
September
1973

1 Von der Regulierung zur Planung In der liberal-kapitalistischen Ära (1861-1895) griff die Wiener Stadtverwaltung — als Organ der Großbourgeoisie — nur dort in die Stadtentwicklung ein, wo dies die Kapitalinteressen der Haus- und Grundstücksspekulanten unbedingt erforderten. Die damals (…)

FORVM, No. 273/274

Sankt-Marxismus

Kulturrevolution im Schlachthof
September
1976

Am 27. Juni 1976 besetzten einige hundert Jugendliche den von der Gemeinde Wien zum Abbruch bestimmten Schlachthof in St. Marx. Die Sache hat natürlich ihre Vorgeschichte. Anlaß war die letzte Veranstaltung der — nun — Jugendabteilung der Wiener Festwochen („Arena“), weiters der öffentlich (…)

FORVM, No. 273/274

machts doch gleich ein puff auf!

machismo in der arena
September
1976

an dem sonntag, an dem die arena besetzt wurde (27. juni 1976), war ich eigentlich mehr zufällig mit dabei. schon in der ersten nacht hat sich bei mir jedoch immer mehr der gedanke gefestigt, daß dies ja die möglichkeit für aktive frauenarbeit wäre. ich habe mich mit einigen frauen darüber (…)

FORVM, No. 276

Fetzenarena

Medienecho auf eine geschäftliche Transaktion
Dezember
1976

Das muß ein Ende haben. Wir leben in einem Rechtsstaat. Leopold Böhm Wer hätte gedacht, daß ausgerechnet von der braven Akademie am Schillerplatz Gefahr für den Rechtsstaat droht noch dazu von den Studenten eines Architekturprofessors, der sich für die Rechten verdient gemacht hat? Als die (…)

FORVM, No. 301/302

Das verlorene Paradies

ARENA — zwei Jahre danach
Januar
1979

Ströme durch die Kaffeehäuser, Klubs, Diskotheken, Arbeitskreise, Universität; durch die Straßen, an den Wochenenden und im Sommer weg von der Stadt, Kulturbetrieb; ein „Suchen“ oder die kleinen „Erfüllungen“. Dabei werden Räume durchstreift und mit Wünschen besetzt. Diese kleinteiligen „Orte“ (…)

FORVM, No. 301/302

Mißerfolg prolongiert

Die neue Arena im Inlandsschlachthof
Januar
1979

Wien, am 17. Dezember 1978 Lieber Rudi, lieber Gottfried! lhr habt nur über die alte Arena von 1976 geschrieben, nicht über die neue von 1978. Heute waren zwei Arenauten bei mir, die jetzt dabei sind und die auch schon damals dabei waren; sie haben mir folgendes erzählt. Während der (…)

FORVM, No. 307/308

Stadt aus Eis

Die Wiener Randsiedlung „Trabrenngründe“
Juli
1979

1 Das häßliche Wien Die „Trabrenngründe“ sind eine Stadtrandsiedlung im wahrsten Sinn des Wortes. Sie liegen am äußersten Rand der Stadt, im Norden, dort, wo Wien am unbeliebtesten ist. Der Süden und der Westen der Stadt sind attraktiver und werden bevorzugt — in jeder Hinsicht. Die Siedlung (…)

FORVM, No. 307/308

Lärm und Delogierung

Neuland unterm Fluch
Juli
1979

Aus dem Loch in die Helle Ich versteh das nicht! Früher sind wir auch durchgekommen, aber jetzt geht es einfach nicht mehr! Mir ist es richtig peinlich, daß ich zu Ihnen kommen muß. Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter! Mit diesen oder ähnlichen Worten kommen immer wieder Menschen zu (…)

FORVM, No. 307/308

Aus der Bienenwabe

Juli
1979

Ich war eine von den ersten Mietern. Als ich in den Trabrenngründen einzog, war der Block, wo ich meine Wohnung habe, schon fertig. Es fehlten noch die Querblocks. Zwei Jahre lang lebten wir, grob gesagt, auf einer Baustelle. Es gab keinen richtigen Bewegungsraum für die Kinder, die verbotenen (…)

FORVM, No. 307/308

Den Wienern geht’s zu gut

Juli
1979

Eine Broschüre, vollgestopft mit Fakten und Statistiken. Der Alltag einer Großstadt von anderthalb Millionen, mehr oder weniger übersichtlich in Zahlen, Karten und Tabellen zusammengefaßt. Eine absichtlich trocken geschriebene Diskussionsgrundlage, die sich ans Naheliegende hält, mit (…)

FORVM, No. 311/312

Zwischen Hunden und Autobahnen

Neue Jugendbewegung in Wien
November
1979

„Wamma kenntatn, tät ma eich olle aufhengan!“ schrie ein Polizeibeamter den Dr. Günther K. an, bevor er ihm mit der Faust in den Magen hieb. Im Arrestantenwagen traf der junge Ersatzdiener auf einen anderen Arrestanten, der war erst 14 Jahre alt. Die beiden waren am Sonntag, dem 21. Oktober, (…)

FORVM, No. 321/322

Scheiße gebaut

Wiens Allgemeines Krankenhaus
September
1980

Bettenturmbau zu Wien Die Zukunft hatte bereits begonnen! Ein Triumph des Fortschritts. Die Erbsünde wird besiegt. Es ist noch nicht so lange her — good news aus dem Wien der Jahre 1977 und 1978: Die beiden Bettentürme bestehen jeweils — von unten nach oben — aus einem Technikgeschoß, einem (…)

FORVM, No. 329/330
Interview mit zehn Wiener Jugendlichen*

Wir Kojoten

Leichte Krawallerie
Mai
1981

Unerfüllbare Forderungen Fangen wir dann bitte an mit dem Interview. ERSTER JUGENDLICHER: So geht das nicht, da müssen wir erst ein Plenum einberufen! (Lachen) Die Zeitungen und zum Teil auch die Linken werfen euch vor, daß ihr keine konkreten Ziele hättet. Stimmt das? Vielleicht könnten (…)

FORVM, No. 329/330

Jugendwünsche erfüllen

Vorschläge des SP-Polizeiministers
Mai
1981

Sonntag, 1. März 1981, fanden die ersten Wiener „Zürcher“ Jugendkrawalle statt. Donnerstag, 5. März 1981, fand eine außerordentliche Konferenz der Wiener SPÖ statt mit dem Thema: Jugendpolitik. Zum letztenmal darüber diskutiert hatte vor 30 Jahren ein Gesamtparteitag der SPÖ. ‒ Diesmal beschloß (…)

FORVM, No. 333/334

Wien verlieren?

September
1981

I. Ich möchte über eine Frage sprechen, die wir alle in unserem Hinterkopf sitzen haben, aber vielleicht nicht klar auf die Zunge kriegen: Was wird aus dem Sozialismus in den großen Städten? Verloren ging München, verloren ging Frankfurt, verloren ging Berlin; verloren ging Graz, verloren (…)

FORVM, No. 339-341
Gespräch über das AKH

Turmbau zu Pavillon

Mai
1982

Der Skandal um den Neubau des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Wien besteht für die Medien in ein paar Schmiergeldmillionen, die einige Baumanager dort genommen haben. Wir sehen das Schlimme darin, daß der Riesenbau das Wiener Gesundheitswesen krakenartig zu verschlingen droht. Darüber sprachen (…)

FORVM, No. 347/348

Sechs Personen suchen eine Uni

Das Drama der neuen Wirtschaftsuniversität in Wien
Dezember
1982

M. H., unser Redakteur seit 1973, beschrieb dieses Exempel modernen Bauens für die Stadtillustrierte WIENER, deren Chefredakteur er ist. Wir bringen den dort gekippten Artikel unverändert. Seit ein paar Wochen freut Professor Seicht das Arbeiten nicht mehr. Immer öfter wird er schon am frühen (…)

FORVM, No. 364/365

Vom Marx-Hof zum AKH

April
1984

Der ahnungslose Deutsche, den wir seiner D-Mark wegen nach Wien locken, sieht sich wehrlos unserer Gemütlichkeit ausgeliefert. Sie ist aber zu gleichen Teilen mit Hinterfotzigkeit gemischt. Wir zeigen ihm: Die schöne alte Kaiserstadt, innerhalb der Ringstraße und auf ihr. Sie ist immer noch das (…)

FORVM, No. 375-378

Mehr oder weniger Wien

Juni
1985

Was tun mit Wien? Stadterneuerung oder Stadterweiterung, grüne Keile oder grüne Gürtel, draußen schließen und innen verdichten oder umgekehrt. Oberstadtbaurat Wilhelm Kainrath und Bernd Lötsch vom Institut für Umweltwissenschaften sind darüber nicht immer der gleichen Meinung. Kainrath: Herr (…)

FORVM, No. 420-422

Wohin zog die neue Zeit?

Dezember
1988

100 Jahre Sozialdemokratie & 50 Jahre „Anschluß“. Die zwei geläufig historischen Daten, in Zusammenhang reflektiert, stellen ein gegenwärtig relevantes Problem. R. M. ist Dozent für Soziologie und Demographie, lehrt in Wien, Klagenfurt, Bamberg und Frankfurt. Eine Ergänzung zu der schönen (…)

MOZ, Nummer 40

Exhibitionismus an der Wienzeile

April
1989

(MOZ) „Für unsere Szene wäre es ein Schlag ins Gesicht, wenn die Schrift wegkommt“, umreißt Rudi Katzer die Problematik. Der Organisator im Büro der Rosa Lila Villa an der Wienzeile in Wien Mariahilf kann aber aufatmen. Ein dementsprechender Antrag der FPÖ im Bezirksrat des 6. Bezirkes wurde (…)

MOZ, Nummer 42

Wir machen es freihändig

Juni
1989

Im Juni wird das Plenum des Nationalrates — auf der Grundlage des neuesten Rechnungshofberichtes — das Thema Universitätszentrum Althanstraße diskutieren. Den Grünen nach sollen Budgetverlagerung, -verschleierung, überhöhte Kosten und private Interessen als Tagesordnungspunkte Stimmung ins Hohe (…)

MOZ, Nummer 42

Wien im Weltstadtfieber

Juni
1989

Ein neues Gründungsfieber bricht aus. Betriebsansiedlungen mit Top-Förderungen, Steigerung der städtischen Attraktivität durch Sanierungsprogramme, künstlich aufgebautes Stadtflair, Weltausstellung 1995. Wien will wieder Metropole werden. Weltstadt sein. Metropole im Herzen des (…)

FORVM, No. 430/431

Luxus für die Schwalben

November
1989

G.W. ist der Wasserbau-Chef von Wien. Glück, das er hat, ist sein Ingenieursdiplom für Kulturtechnik von der Hochschule für Bodenkultur ganz modern geworden. Zur Erholung von einem resignativen Anfall in Zusammenhang mit diesem Heft und besonders den vorigen zwei Seiten hat mir dieses Gespräch (…)

MOZ, Nummer 46

Der Wiener Narrenturm

Ein rationales Monument des Wahnsinns
November
1989

Architektur als Teil eines Disziplinierungsprozesses. Die Geschichte eines josephinischen Baudenkmals. Der Disziplinierungsprozeß, in Gestalt des Spitalswesens als innerkolonisatorische Maßnahme gegen ‚infame Menschen‘, mit dem der Josephinismus dem modernen Staat den Weg bereitete, (…)

MOZ, Nummer 48
Stadtteilzentren

Linke Subkultur

Januar
1990

In Wien Ottakring versuchen junge Menschen eine neue basisdemokratische Initiative. In Ottakring tut sich was! Neben dem schon seit zwei Jahren etablierten Club International am Brunnenmarkt hat der 16. Wiener Gemeindebezirk Ende November vergangenen Jahres ein zweites Kultur- und Politzentrum (…)

MOZ, Nummer 48
Helmut Zilk:

Katalysator statt Politiker

Januar
1990

Die Partei und ihre politischen Programme sind ihm fremd. Seine Konzeptlosigkeit kompensiert er durch feines Gespür dafür, was sein Zielpublikum, die LeserInnenschar der „Kronen-Zeitung“, will. Wenn Helmut Zilk ins Wiener Rathaus lädt, erwartet die JournalistInnen kein herkömmliches (…)

MOZ, Nummer 48
Kornhäuselturm

Junggesellenmaschine im Wiener Nutzstil

Januar
1990

Josef Kornhäusel (1782-1860), berühmter Architekt des Wiener Biedermeier, leitete mit kubischer, zweckorientierter Nüchternheit die Wiener Avantgarde ein. Ohne ihn wäre das Phänomen der „Wiener Moderne“ von Otto Wagner, Josef Hoffmannn bis zu Adolf Loos undenkbar gewesen. Wien um die (…)

MOZ, Nummer 49

Wien, Österreich, Nabel der Welt

Februar
1990

Europa — das Wort geht wieder unter die Haut. Elektrisierend verbreitet es subkutane Schwingungen, stellt sich erst die Position der Mitte voran. Kein Politikerherz im östlichen Österreich bleibt ungerührt angesichts des gegenwärtigen Trends, Wien als Mittelpunkt Zentraleuropas zu verorten. (…)

MOZ, Nummer 49
Adolf Loos

Funktionalismus hautnah

„Moderne“, „Tradition“ und „Moden“ am Beispiel der Loos-Ausstellung in Wien
Februar
1990

Erstens Österreich wußte sich schon immer von einheimischen Begabungen zu distanzieren und dafür sogenannten Verwechslungskünstlern zu hofieren. Man denke an den Verkaufskünstler Friedrich Stowasser, der, als ‚grüner‘ Maler etikettiert, sich wie Loos anno dazumal mit Klos (…)

MOZ, Nummer 51
Expo ’95:

Quo vadis, Wien?

April
1990

Europa steht vor großen geopolitischen Veränderungen. Und westeuropäisches Kapital zeigt seine Muskeln im Kampf um den zu verteilenden Kuchen. In diesem Kräftefeld präsentiert sich Wien am Wendepunkt: EXPO ’95 als Impuls für eine radikal veränderte Stadtplanung oder Beibehaltung des Kurses der (…)

MOZ, Nummer 54
Expo ’95:

Wahn statt Plan

Juli
1990

Weltstadt Wien — wie gern sonnen sich Politiker und Stadtplaner in diesem zukunftsreichen Schlagwort. Der Mehrheit der Wiener Bevölkerung steht dagegen eine akute Klimaverschlechterung ins Haus, wenn obgenannte Verantwortliche ihre Träume wahrmachen. Im 1986 bis 1988 abgehaltenen (…)

MOZ, Nummer 54

Mariahilf im Drogenfieber

Juli
1990

Wien, 6. Bezirk, Gumpendorferstr. 64, vor dem ehemaligen „Ganslwirt“. Dort, wo eine Station zur Betreuung Drogenabhängiger errichtet werden soll, findet eine Bürgerversammlung statt. Ein Protokoll. Kurt Pint, Bezirkskaiser, gab das Motto aus: „Kommen Sie und geben Sie ihren Willen kund“ — eine (…)

MOZ, Nummer 54
Expo ’95

Massenpsychologie der Trägheit

Juli
1990

Die Gemeinde Wien sucht in Werkstattgesprächen, die geplante Weltausstellung mit Inhalten zu füllen. Immobilienhaie und Sanierungsspekulaten haben sich schon auf die 1995 in Wien und Budapest stattfindende Weltausstellung eingestellt. Kapitalkräftige Firmen reißen sich um Häuser und (…)

MOZ, Nummer 54
Die große Obdachlosigkeit im Sommer 1910

Soziales Elend in der Kaiserstadt

Juli
1990

Vor dem Asyl Ein Fall ging damals durch die Wiener Boulevardzeitungen: die 25jährige Fabriksarbeiterin Marie Riegler hatte ihre Miete nicht mehr bezahlen können, sie wurde mit einem kranken und einem gesunden Kind delogiert. Es folgte eine Odyssee von einem Spital zu einem Frauenheim und zu (…)

MOZ, Nummer 55
Fremdenverkehr:

Wo sich Polen, Tschechen und Slowaken gute Nacht sagen

September
1990

Still und heimlich ist ein neues Touristen-Center in der Touristenstadt Wien entstanden. Es steht in keinem Zusammenhang mit der Weltausstellung 1995, hat keine Milliardenbeträge verschlungen und ist auch sonst wie die ganze Stadt im allgemeinen: anders als die anderen. Im Zeitalter der (…)

MOZ, Nummer 55
Grenzkonflikte anno 1830

Steuerprotest am Wiener Linienwall

September
1990

Der Auflauf, der letzthin an der Lerchenfelder Linie stattfand, und eine ähnliche, obwohl weniger ernste Szene an der Taborlinie, gleichfalls aus Anlaß der Verzehrssteuer, haben nur dargetan, wie auch in Wien das Volk bereit ist, zu Gunsten desjenigen, den es in seinen Rechten gekränkt glaubt, (…)

MOZ, Nummer 57

Multikulturelles Zentrum in Wien

November
1990

Das Projekt eines multikulturellen Zentrums in Wien nimmt immer konkretere Formen an, nachdem sich 1987 die verschiedensten „Dritte Welt“-Solidaritätsgruppen zu einem Verein zusammenschlossen. Durch intensive Bemühungen und mit Unterstützung der Grünen beschloß der Bezirksrat Wien Währing am 20. (…)

MOZ, Nummer 57
Ausländerinnen:

Zu Gast in Wien

November
1990

Jugoslawische Frauen in Österreich: Gemeinsam sind ihnen miese Wohnverhältnisse, Bassena, Gangtoilette und die fehlende Aufenthaltsgenehmigung. ­ Mitte Oktober waren den Wiener Gazetten merkwürdige Zeilen zu entnehmen. Der Verteilungskampf der Bundesländer um die Aufteilung der Gastarbeiter (…)

MOZ, Nummer 58

Neue 2. Wiener City und Expo-Traum erschlagen Donauraum!

Dezember
1990

Erste Erfolge: Tausende Unterschriften beweisen die Zustimmung der Bevölkerung zu unseren Forderungen. Beginn der Bürgerinformation mittels Info-Bussen durch die Gemeinde Wien auf Grund unserer Aktivitäten. Die Uneinsichtigkeit der Politiker zwingt uns zur Weiterarbeit: Denn nach wie vor gehen (…)

FORVM, No. 465-467

Wien: Weltstadt von gestern — europäische Metropole von morgen?

November
1992

Fin de siècle: Wien als Entbindungsstation des 20. Jahrhunderts Im 19. Jahrhundert war Wien eine europäische Metropole von Rang. Deren Anziehungskraft reichte bis in die entferntesten Teile der Monarchie und ins benachbarte Ausland. Um 1790 hatte Wien samt Vorstädten kaum 200.000 Einwohner. Um (…)

FORVM, No. 473-477

Es ist zu machen

Juli
1993

Meine politischen Schwerpunkte lege ich ganz deutlich fest: eine moderne, urbane Stadtpartei wird sich sowohl sozialen Problemen als auch ökologischen Fragen widmen müssen. Es geht darum, einerseits die Vollbeschäftigung anzustreben, auf jene zu achten, die in unserer Gesellschaft (…)

FORVM, No. 478/479

Keine industrielle Reservearmee!

November
1993

Die Auseinandersetzung über die Zuwanderung von Menschen nach Österreich reißt nicht ab. M. H., Vorsitzender der SPÖ-Wien, stellt hier seine Meinung zur Diskussion: »Dieses aktuelle politische Geschehen ist von enormer Reichweite für den jeweiligen Staat, aber auch für ganz Europa.« Die (…)

FORVM, No. 478/479

Die »Ordentliche Planungspolitik« des 3. Reiches in der 2. Republik

Roland Rainer und die Stadtplanung, oder: Der Faschismus läßt schön grüßen
November
1993

Auch wer zu spät kommt, soll die Hoffnung nicht aufgeben: Dumme gibt es auch später noch! Molussischer Spruch I. Rainer, der Berühmte Der Topos Durch Rainers Werk zieht sich ein Topos: das »ganzheitliche« Bild von der »Welt als Garten« — so auch sein Buchtitel des Jahres 1976. Auf Rainer (…)

FORVM, No. 480

Die Frivolität des Faschismus als Strukturprinzip der Ordnung

Dezember
1993

Von den hohen Ansprüchen ist der Weg nicht weit zu den tiefen Wirrungen des Faschismus. Ordentliche Planungspolitik, 2. Teil Der Anspruch der Stadtplanung ist geradezu vermessen: Sie verspricht (der Politik, die Bürger glauben’s eh nimmer) die »Voraussetzungen« zu schaffen, »daß sie das ganze (…)

FORVM, No. 480

Gegendarstellungen

Dezember
1993

Im Jahre 1937, als ich mich zu einer Parteinummer der NSDAP überreden ließ, waren in Österreich die Verbrechen dieses Regimes noch nicht bekannt. Als mir bei meinem Aufenthalt in Berlin der Charakter des Regimes klar wurde, habe ich mich als Mitglied der »Freitagsgruppe« der Berliner (…)

FORVM, No. 481-484

Raumordnung — Die Kolonialordnung des Faschismus

Die ordentliche Planungspolitik des III. Reichs — 3. Teil
April
1994

Die Kolonisierung des Raumes Im zweiten Teil der vergleichenden Analyse des Planungskonzeptes Wien mußten wir feststellen, daß der ausgebildete Architekt Roland Rainer zwar vorgibt »Stadtplanung« (Planko S. 8) zu betreiben, tatsächlich aber das erfüllt, was die Nazis seinerzeit unter der von (…)

FORVM, No. 485/486

Wien auf dem Weg zur Umweltmusterstadt

Juni
1994

M.H. ist, außer Landesparteivorsitzender der SPÖ Wien und FORVM-Autor, auch Wiener Umweltstadtrat — aus diesem Bereich seiner Engagements berichtet er hier. -Red. Wien hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt um das Jahr 2000 unter den Großstädten der Welt gleichsam als die »Umweltmusterstadt« zu (…)

FORVM, No. 485/486

Das Ende der Gemütlichkeit

Die ordentliche Planungspolitik des III. Reiches — 4. Teil
Juni
1994

Die ersten drei Teile dieser Untersuchung erschienen in den Heften November und Dezember 1993 sowie im April 1994; jede Folge ist für sich verständlich und setzt die Kenntnis der vorhergehenden nicht voraus. -Red. Eingedenk dessen, wem der »humane« Ordner eine »diffizile« Behandlung zugesteht, (…)

Context XXI, Heft 5/2000

Modell Wien

Avantgarde der Vernichtung
September
2000

In den historischen Forschungen zum Nationalsozialismus und der Shoah ist in den letzten Jahren immer wieder auf die große Bedeutung hingewiesen worden, die Wien für die Politik der Nazis besaß. In den Monaten nach dem sogenannten „Anschluß“ im März 1938 wurde diese Stadt in mehrerlei Hinsicht (…)

radiX, Nummer 4

Der Herr Bezirksrat und die Modernisierungstendenzen des organisierten Rechtsextremismus in Österreich: die sogenannte „Neue-Rechte“

Oktober
2000

Um ins Amt für Jugend und Familie des dritten Wiener Bezirks, welches sich im Bezirksamt am Karl-Borromäus-Platz, 2. Stock, befindent, zu gelangen, geht man/frau durch das Vorzimmer des Büros des Bezirksvorstandsstellvertreters WALTER HERBICH. Um sich die Wartezeit zu verkürzen, liest frau die (…)

Café Critique, Jahr 2002

„Wir erleben den Tod als die Verklärung des Seins“

Musik-Standort Wien im Dritten Reich
März
2002

Vortrag, gehalten am 16.3.2002 im Wiener Alten Rathaus im Rahmen der Vortragsreihe „Die ‚österreichische‘ nationalsozialistische Ästhetik“ Bekanntlich wurde Wien von Hitler nicht sehr geliebt. Diese aus der Jugendzeit stammende Abneigung führte etwa zu dem Vorhaben, Linz fundamental (…)

Context XXI, Heft 2/2002
Wessen Antisemitismus?

„Für die Juden geht man nicht auf die Knie“*

Antisemitismus in den Wiener Pfarrblättern der Zwischenkriegszeit
Mai
2002

Die katholischen Pfarrer und deren „Kaplansbewegung“ mussten zwar im März 1938 ihre Macht an die Nationalsozialisten abgeben, nicht jedoch weil sie etwa den zähen Kampf um die Frage, wer denn nun der bessere Antisemit sei, verloren hätten, sondern aus einer Vielzahl anderer Gründe. In der (…)

radiX, Aussendungen

Niemals Vergessen!

Gegen Antisemitismus und Faschismus!
Oktober
2002

Die Pogrome rund um den 9. November 1938 waren nur die Höhepunkte eines von antisemitischen Ausschreitungen geprägten Jahres. Im Raubzug gegen ihre jüdischen Nachbarn spielten die Wiener und Wienerinnen eine Vorreiterrolle im gesamten deutschen Reich. Sie begannen sofort nach der umjubelten (…)

Context XXI, Radiosendungen 2002

Gedenkstätte Steinhof I

Ein Überlebender der Tötungsklinik berichtet
Dezember
2002

Im Rahmen der Austellung Der Krieg gegen die „Minderwertigen“: Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes erzählt Friedrich Zawrel im ersten Teil der Sendung, wie er als 10-jähriger Schüler in die Tötungsklinik am Steinhof eingewiesen wurde.

radiX, Aussendungen

Gedenkstätte Steinhof: ein Überlebender der Tötungsklinik berichtet

(Teil 2)
Dezember
2002

Radio Context XXI: Montag 16.12.2002 und Mittwoch 18.12.2002 In Teil 2 der Sendung berichtet Friedrich Zawrel über seine letzten Tage am Spiegelgrund und über die Zeit nach 1945, als sein Leben an den Kontinuitäten der postfaschistischen Demokratie in Österreich immer wieder zu scheitern (…)

Café Critique, Jahr 2004

Geistig in Wien zuständig — und abgängig

Über Flieh- und Anziehungskraft der „Musikstadt“: Eisler und Adorno
Januar
2004

Das erste überlieferte Autograph des Komponisten Hanns Eisler – in Leipzig geboren, aufgewachsen in Wien – ist ein Lied mit dem Titel „Der müde Soldat“. Zweimal wegen Befehlsverweigerung bestraft, begann dieser komponierende müde Soldat noch im Ersten Weltkrieg das Oratorium „Gegen den Krieg“ zu (…)

LICRA

Es gibt kein Jüdisches Wien

November
2012

Es gab ein jüdisches Wien, gewachsen in den Jahren der liberalen Blüte nach 1867. Die Juden der Stadt nutzten die durch die Emanzipation erworbenen Rechte und Freiheiten, bildeten sich und machten sich unternehmerisch selbstständig oder gingen in die freien Berufe. Eine Rolle, in die sie nicht (…)

Streifzüge, Heft 57
2000 Zeichen abwärts

Am Gürtel – mitten in Wien

März
2013

Ein Sonntagsspaziergang klärt auf. Auch am Gürtel gibt es ein Nord-Südgefälle. Gleich außerhalb, in der Gegend des Brunnenmarkts, reiht sich auf der einen Seite ein schön renoviertes Bürgerhaus im Stil der vorletzten Jahrhundertwende ans andere, dazwischen immer wieder schicke Neubauten, (…)

LICRA

Die nächtliche Realität Wiens

über Georg Chaimowicz
November
2014

Georg Chaimowicz wurde 1929 in Wien als jüngster Sohn des Industriellen Heinrich Chaimowicz und seiner Frau Erna geboren. Die ersten Jahre wohnte die Familie in der Jaurèsgasse (ab 1934 Lustig-Prean-Gasse nach Heimwehroffizier Heinrich Lustig-Prean und ab 1938 Richthofen-Gasse nach Heinrich (…)

FORVM, Vom und fürs FORVM
Der Wiener Aktionismus

Dvořáks Erzählungen als Text & Video

Komitragödie in 2 Akten mit 1 Zugabe
Juni
2018

1. Akt: „Die Blutorgel“ 2. Akt: Wie alles anfing Zugabe: Kellerg’schichten Ein Robert Sommer-Abend präsentiert von Erich Félix Mautner Zeit: 15. Juni 2018, ab 19:07 Ort: Historischer Keller des Hauses 1200 Wien-Brigittenau, Perinetgasse 1, wo alles anfing. Es gilt das gesprochene Wort,* siehe (…)

Streifzüge, Jahrgang 2018

The home of the Schnitzel

Streifzüge durch den Hinterhalt einer Stadt von Welt
August
2018

Hier enden die Alpen und die Pusta beginnt. Oder umgekehrt. Auf jeden Fall verknotet die seit 1989 vom Rand in die Mitte gerückte Donaumetropole den Osten mit dem Westen des Kontinents. Und das so stark, dass behauptet wird, dass es neben Ost- und Westeuropa auch noch ein eigenes Mitteleuropa (…)

LICRA

Lueger in meinem Fleisch

September
2020

Replik auf Martin Krenns Denkmalsturz unvollendet im Standard vom 27.8.2020: https://www.derstandard.at/story/2000119599321/denkmalsturz-unvollendet Der Entwurf Klemens Wihlidals, der bei dem vor zehn Jahren von der Universität für Angewandte Kunst ausgeschriebenen Wettbewerb zur Umgestaltung (…)

LICRA

Aufruf zum Lueger-Ehrenmal

Oktober
2020

Das Karl-Lueger-Ehrenmal und der Dr.-Karl-Lueger-Platz ehren einen der prononciertesten Antisemiten des 19. Jahrhunderts. Diese Ehrung ist selbst antisemitisch und verfälscht Geschichte. Wir fordern daher eine Veränderung an Platz und Ehrenmal die unmissverständlich jede Ehrung Luegers (…)

LICRA

Marmor. Bronze. Verantwortung.

Kolloquium für Veränderung am Lueger-Platz
Oktober
2021

Die LICRA richtet am 7. November 2021 ein Kolloquium am mumok aus, das sich mit der Geschichte und möglichen Zukünften des Lueger-Ehrenmals und des Lueger-Platzes auseinandersetzt.

LICRA

Ein Gespräch über das Lueger-Ehrenmal in Wien

Deborah Benjamin Kaufmann, Wien, in Korrespondenz mit Christian Fuhrmeister, München
November
2021

Diese Korrespondenz entwickelte sich von März bis Juli 2021 per E-Mail und ist ursprünglich für die kritischen berichte des Ulmer Vereins entstanden (49. Jg., Heft 3/2021, S. 151-163, Inhaltsverzeichnis abrufbar auf den Seiten der UB Heidelberg). Christian Fuhrmeister (CF), 1.3.2021 Der (…)

LICRA

Lueger für die Ewigkeit?

Dezember
2021

Ein Denkmalsturz in Wien käme einem Moment der Katharsis gleich: Was gegen die Ästhetisierung des Erinnerns spricht oder warum auch Denkmäler zur Disposition stehen Die Statue von Karl Lueger auf dem Wiener Dr.-Karl-Lueger-Platz sendet eine Botschaft aus, die aufgeklärtes Geschichtsbewusstsein (…)

LICRA

Dr. Karl Lueger — der Volkstribun

Oktober
2022

Als überzeugter Schönerianer brauchte der junge H. einige Zeit, bis er Schönerers Intimfeind, den Wiener Bürgermeister Dr. Karl Lue­ger, und dessen Christlichsoziale Partei schätzen lernte: Als ich nach Wien kam, stand ich beiden feindselig gegenüber Der Mann und die Bewegung galten in meinen (…)

LICRA

3,5 Grad Schande

September
2023

Die erste Lüge, die ich in Österreich lernte, war konstitutiver Natur: Österreich sei das erste Opfer der Nationalsozialisten gewesen – und Egon Friedell habe auch wirklich nur Passanten zur Seite treten lassen wollen ... Zwar versicherte man mir, dass sich heutzutage niemand vernünftiges zu (…)

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